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Spotanalyse

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen hellen sich deutlich auf

Lesedauer: 2 Min
Die ZEW-Konjunkturerwartungen legen im November von -22.8 auf -2.1 zu.

Der wirtschaftliche Ausblick verbessert sich. Das muss nicht weiter verwundern. Einige wirtschaftliche Stolpersteine scheinen aus dem Weg geräumt. Die Handelskonflikte entspannen sich, es besteht mittlerweile Aussicht auf einen geregelten Austritt Grossbritanniens aus der EU und die Notenbanken unterstützen weiterhin mit niedrigen Zinsen.

Möglicherweise liegt also vorerst das Schlimmste an Hiobsbotschaften hinter der deutschen Volkswirtschaft. Der Blick gilt dabei nicht den noch verbleibenden Wochen des laufenden Jahres, vielmehr richten die ZEW-Konjunkturerwartungen ihren Scheinwerfer bereits in das Jahr 2020. In diesem Zusammenhang gilt es die derzeitige Gemengelage richtig einzuordnen. Es ist nicht auszuschliessen, dass nicht nur das BIP-Wachstum für das dritte Quartal ein erneutes Minus ausweisen wird, sondern auch das vierte Quartal. Wenn also die Rede von „besseren Aussichten“ ist, dann bezieht sich dies auf den Zeitraum ab dem 1. Januar 2020.

Auch im kommenden Jahr werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Die Umstellung vom Verbrennungsmotor auf die Elektromobilität ist für die deutsche Automobilwirtschaft mit einem tiefgreifenden Strukturwandel verbunden. Davon betroffen sind auch nachgelagerte Industrien wie der Maschinenbau. Das Potenzialwachstum wird damit geschmälert. Wenn sich also Konjunkturfrühindikatoren verbessern, sprechen wir nicht über Wachstumsraten von 2 %, sondern vielmehr von einem BIP-Zuwachs in der Größenordnung zwischen 0.5 % und 1.0 %.

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