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Im Teamplay von Vermögensverwaltern und Banken neue Chancen ergreifen

Jens Breitung, Leiter Intermediaries VP Bank Gruppe
Lesedauer: 4 Min
Das grenzüberschreitende Zusammenspiel gewinnt an Bedeutung.

Neue Regulierungen und knappe Margen prägen derzeit das Geschäft von Intermediären. Die stetige Erhöhung der Anforderungen im Rahmen der gesetzlichen Sorgfaltspflichten und der Geldwäschereirichtlinien an die Marktteilnehmer - wie unabhängige Vermögensverwalter, Treuhänder und Banken - stellt das Intermediärgeschäft vor immer größere Herausforderungen. Das Onboarding von Kunden, Transaktionsabklärungen im Tagesgeschäft sowie die notwendigen Nachdokumentationen der Bestandskunden auf das Niveau der jeweils geltenden KYC-Standards (Know your customer) beanspruchen mittlerweile umfangreiche Ressourcen.

Umso wichtiger ist es, dass diese Prozesse möglichst effizient funktionieren, damit den Kundenberaterinnen und Beratern genügend Zeit für die aktive Betreuung der Kunden sowie die Weiterentwicklung des Portfolios bleibt. Die Berater sind als sogenannte «First Line of Defense» in diesem Prozess dafür verantwortlich, die richtigen Fragen zu stellen und die für das Geschäft notwendigen Informationen und Dokumentationen einzuholen.

Eine reibungslose Kommunikation zwischen Intermediär und Bank wird daher wichtiger denn je – sei es im persönlichen Austausch oder auch auf digitalem Weg. Diese Prozesse müssen effizient und einfach aufgebaut sein. Schnittstellen zwischen firmeneigener Software sowie dem System der Banken spielen dabei eine zentrale Rolle.

Die Abwicklung von Geschäften verlagert sich vor allem in der Zusammenarbeit zwischen dem Intermediär und der Bank immer mehr in die digitale Welt. EBICS bietet den bidirektionalen Weg und mehr interaktiven Austausch. EBICS steht für «Electronic Banking Internet Communication Standard», der sich in Europa als multibankfähiger Kunde-Bank-Kommunikationskanal durchgesetzt hat. Mit EBICS steht den Kundinnen und Kunden ein sicherer, verschlüsselter Kanal zur Verfügung. Die Bank unterstützt Börsenaufträge, den Austausch von Kontodaten sowie die Übermittlung sämtlicher Bankkorrespondenz.

Digitale und persönliche Beratung gehen Hand in Hand. Die Zukunft im Intermediärgeschäft wird daher die hybride Beratung sein. Software wird auf der einen Seite für die immer herausfordernden regulatorischen Überwachungen sowie die effiziente Abwicklung des «Daily Business» eingesetzt – auf der anderen Seite wird ein starker Bankpartner benötigt, der zusätzlich strategisch zur Seite steht und ein grenzüberschreitendes Netzwerk an verschiedenen Partnern anbieten kann.

Liechtenstein

Das Intermediärgeschäft mit all seinen Herausforderungen ist seit Anfang an die Kernkompetenz der VP Bank. Im Jahr 1956 in Vaduz gegründet, hat sie sich in über 65 Jahren zu einem international tätigen Unternehmen entwickelt. Der Gründer der VP Bank, Guido Feger, war erfolgreicher Unternehmer und einer der bedeutendsten Treuhänder Liechtensteins. Ihrer Herkunft aus dem Treuhändergeschäft folgend, hat sich die VP Bank als eine erfahrene und bevorzugte Partnerin für Finanzintermediäre etabliert. Darunter versteht die VP Bank professionelle Finanzdienstleister wie Treuhänder, externe Vermögensverwalter sowie Family Offices, denen sie eine umfassende Serviceplattform bietet. Das Geschäft mit Intermediären bietet einen strategischen Schwerpunkt, das an allen Standorten der VP Bank Gruppe in Europa und Asien angeboten wird.

Liechtenstein als zentraler Standort der VP Bank Gruppe bietet sich hier als ein stabiler, breit diversifizierter Wirtschaftsstandort im Herzen Europas an. Das Land befindet sich seit 1924 in einer Zoll- und Währungsunion mit der Schweiz und ist seit 1995 Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Das bedeutet freien Zugang zum europäischen Markt (Freiheit des Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrs). Mit einer breit diversifizierten Wirtschaft mit starkem Industriesektor sowie einer moderaten Unternehmensbesteuerung verfügt Liechtenstein über ein AAA-Länderrating durch Moody’s und Standard & Poor’s.

Die unabhängigen Vermögensverwalter sind ein wichtiger Eckpfeiler des Finanzplatzes Liechtenstein. Wie alle Liechtensteiner Unternehmen profitieren auch sie davon, dass sie ihre Dienstleistungen nicht nur in Liechtenstein, sondern im gesamten EWR-Raum und der Schweiz anbieten können. Intermediäre aus Deutschland können dadurch ihren Kundenstamm in einer anderen Jurisdiktion problemlos betreuen und erweitern.

Ein Blick auf die Zukunft des Intermediärgeschäfts zeigt: Da die regulatorischen Anforderungen stark zugenommen haben, sind Intermediäre gefordert, ihre Prozesse weiterzuentwickeln und Standardprozesse digital zu unterstützen. Hier liegt das größte Potenzial für die Zukunft für externe Vermögensverwalter und Banken: die administrativen Prozesse digital zu lösen, um damit weiterhin genügend Zeit für die Kernkompetenz der persönlichen Beratung zu haben.

Die Ausbildung von Mitarbeitenden steht daher weiterhin im Fokus und die Spezialisierung auf Länder-Know-how wird vermehrt von Bedeutung sein. Erfolgreiche Beraterinnnen und Berater sind künftig mehr als nur gute Anlagespezialisten: Gefragt sind Allrounder mit einem guten Netzwerk, die wissen, wo sie welche Informationen bekommen. Zukünftig sind Experten gefordert, die mit den Intermediären über Zukunftspläne oder Schnittstellenlösungen diskutieren und ein exzellentes Netzwerk zu verschiedenen Stakeholdern anbieten können.

Die VP Bank Gruppe ist eine verlässliche Partnerin der Intermediäre und freut sich darauf, gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Die unabhängigen Vermögensverwalter sind ein wichtiger Eckpfeiler des Finanzplatzes Liechtenstein.

Jens Breitung, Leiter Intermediaries der VP Bank Gruppe, Vaduz
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