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Spotanalyse

Deutschland: Schlechte Nachrichten aus der Industrie

Lesedauer: 2 Min
Die Auftragseingänge des deutschen verarbeitenden Gewerbes sind im November um 1.3 % gegenüber dem Vormonat gefallen.

Rezessionsgefahren sind also keineswegs gebannt. Zwar legt der Auftragseingang ohne die volatilen Grossaufträge um 1 % gegenüber dem Vormonat zu, doch am trostlosen Gesamtbild ändert sich wenig. Vor allem die Neubestellungen aus dem Ausland gehen merklich zurück. Aus den Ländern der Eurozone wurden im Monatsvergleich 3.3 % weniger nachgefragt. Tröstlich sind hingegen das Auftragsplus aus dem Inland von 1.6 % und die Tatsache, dass der Auftragseingang des Vormonats nach oben revidiert wurde.

Die Misere im verarbeitenden Gewerbe hält an. Vor allem mit Blick auf die globalen Einkaufsmanagerindizes für die produzierende Wirtschaft startet das Jahr damit wenig erbaulich. Rings um den Globus mussten neuerliche Rückschläge dieser wichtigen Konjunkturfrühindikatoren hingenommen werden.

Trotz der Annäherung zwischen den USA und China im Handelsstreit blickt das globale verarbeitende Gewerbe besorgt in die nähere Zukunft. Jetzt kommt im Nahen Osten auch noch ein militärischer Konflikt hinzu. Das verheisst für den deutschen Auftragseingang vorerst nichts Gutes. Die deutsche Industrie wird deshalb in den kommenden Monaten keinen Trendwechsel vollziehen. Ob die Volkswirtschaft aus dem Schneider ist, wie zuletzt vielerorts zu lesen war, kann bezweifelt werden.

 

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group     

                          

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