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Spotanalyse

Deutschland: Industrieproduktion – gute Wachstumsernte für die Dürrezeit

Dr. Thomas Gitzel, Chief Economist VP Bank Group
Lesedauer: 1 Min
Die Industrieproduktion steigt im Februar um 0.3 % gegenüber dem Vormonat

Das Zahlenmaterial für den Februar mag in Anbetracht der aktuellen Situation wie kalter Kaffee anmuten, allerdings gibt uns die Industrieproduktion einen wichtigen Anhaltspunkt, wie stark das erste Quartal von den wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus betroffen ist. Je besser die Wachstumsernte in der Vor-Corona-Zeit ausfällt, desto mehr kann die Dürrezeit kompensiert werden. Dabei gilt: Die Zunahme im Februar addiert sich zu einem satten Zuwachs im Januar. Der Wachstumseinbruch im ersten Quartal wird deshalb nicht unter die Rubrik „monströs“ fallen. Die volle Breitseite des Corona-Virus bekommt das volkswirtschaftliche Zahlenmaterial dann im zweiten Quartal ab.

In den Industrienationen und in vielen Schwellenländern werden die Wachstumszahlen im zweiten Quartal zu einem Armageddon. Es ist aber nicht entscheidend, wie stark der Wachstumseinbruch ausfallen wird - entscheidend ist, wie schnell aus dem Loch gefunden wird. Die Unternehmen lechzen nach einem Ausstiegsszenario. Es bedarf einer Perspektive, damit Firmen ihre Planungen für das zweite Halbjahr aufnehmen können. Dabei geht es oft um ganz einfache Fragenstellungen, ob nämlich Ware bestellt werden muss oder nicht.

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