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Spotanalyse

ZEW-Konjunkturerwartungen stabilisieren sich – es stehen wieder etwas bessere Zeiten ins Haus

Lesedauer: 1 Min
Die ZEW-Konjunkturerwartungen steigen im Januar von -17.5 auf -15.0.

Die vom ZEW befragten Analysten versprühen nicht gerade Optimismus, aber immerhin geht es leicht bergauf. Die Stabilisierung des Konjunkturbarometers passt jedenfalls zum weiteren konjunkturellen Ausblick. Dass es noch weiter bergab geht, ist derzeit nicht ableitbar. Nach einem schwachen zweiten Halbjahr 2018 sollte sich die deutsche Wachstumsrate im ersten Quartal 2019 etwas lebendiger präsentieren.

Das Motto lautet: Es sollte nicht der Kopf in den Sand gesteckt werden. In Deutschland dürften nun Nachholeffekte auf der Agenda stehen. Der Auftragseingang in der deutschen Automobilwirtschaft hat sich zuletzt spürbar erholt. Der Belastungsfaktor „WLTP-Testzyklus“ läuft aus. Das Niedrigwasser und die dadurch unterbrochenen Lieferketten über die Binnenschifffahrt gehören ebenfalls der Vergangenheit an. Darüber hinaus wird die chinesische Regierung mit Gebühren- und Steuersenkungen den kleineren und mittleren Betrieben schon bald Beine machen. Auch in den USA zeigt sich der Arbeitsmarkt - trotz eines temporären Shutdown-Effekts - von seiner besten Seite.

Ja, wir sind inmitten einer konjunkturellen Delle, die noch an der einen oder anderen Stelle wirtschaftliche Schmerzen verursachen wird, aber es stehen auch wieder bessere Zeiten ins Haus.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group

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