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Spotanalyse

USA: Schwacher Arbeitsmarkt – Zollstreitigkeiten belasten

Lesedauer: 2 Min
Im Mai sind in den USA ausserhalb des Landwirtschaftssektors lediglich 75‘000 neue Stellen geschaffen geworden. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 3.6 %.

So, Herr Trump, die Handelsstreitigkeiten belasten nun auch die US-Wirtschaft.

 

Die von einem privaten Arbeitsdienstleister erhobenen «Challenger Job Cuts» mahnten bereits zur Vorsicht. Es kam in den vergangenen Wochen in einzelnen Branchen schon zu Stellenstreichungen. Der industrielle Sektor und der Technologiebereich halten sich mit Neueinstellungen zurück bzw. streichen auch schon Jobs.

 

Der Hintergrund ist klar: Die eingeführten Strafzölle belasten die US-Wirtschaft. Treten nun am Montag die Strafmassnahmen gegenüber Mexiko in Kraft, fängt es richtig an zu schmerzen. Zwei Drittel des Handels mit Mexiko ist auf unternehmensinternen Güteraustausch zurückzuführen. Viele US-Betriebe lassen im südlichen Nachbarland fertigen. Das betrifft vor allem die Automobilindustrie. Der Zorn der Konsumenten und Wähler dürfte damit nicht lange auf sich warten lassen.

 

US-Präsident Donald Trump läuft Gefahr, dass er seine Wiederwahl 2020 vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen Schwäche anstrebt. Damit wird seine Bestätigung schwierig. Durchaus möglich, dass sich das Weisse Haus deshalb in den kommenden Monaten gegenüber den Handelspartnern konzilianter zeigen wird. Aus diesem Blickwinkel können einem schwachen Arbeitsmarkt durchaus auch positive Aspekte abgewonnen werden.

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