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Spotanalyse

US-Kerninflationsrate legt im Juni zu – Zinssenkung bleibt aber auf dem Tisch

Lesedauer: 1 Min
In den USA ist die Inflationsrate im Juni von 1.8 % auf 1.6 % gesunken. Die Teuerungsrate ohne die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise (Kerninflationsrate) steigt indes von 2 % auf 2.1%.

Für eine Zinssenkung ist das Niveau der Kerninflationsrate eigentlich zu hoch. Wer nun aber glaubt, dass die US-Notenbank den Zins deswegen nicht senkt, hat sich geschnitten. Die aktuellen Daten spielen für sie nicht mehr die entscheidende Rolle. Die ursprünglich von der Notenbank propagierte Datenabhängigkeit ist gewissermassen vom Tisch.

Was für die Fed zählt, ist Risikomanagement. Die globale konjunkturelle Abkühlung, die Handelskonflikte und der noch immer drohende Brexit sind die waren Treiber für die Zinspolitik. Fed-Chef Jerome Powell schaffte mit der gestrigen Anhörung vor dem Repräsentantenhaus fast schon Fakten. An einer Zinssenkung führt kein Weg mehr vorbei – auch wenn die Daten objektiv gesehen klar dagegen sprechen.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group                                  

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