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Spotanalyse

Eurozone: Inflationsrate für den März

Lesedauer: 1 Min
Nach einer vorläufigen Schätzung fällt die Inflationsrate für die Eurozone im März von 1.5 % auf 1.4 %.

Während der fehlende Inflationsdruck im vergangenen Jahr für die EZB noch ein Problem war, ist er nun fast schon ein Segen. Mario Draghi ging es in der Vergangenheit vor allem darum sich aus der ultra-expansiven Geldpolitik zu verabschieden, höhere Teuerungsraten waren dabei hilfreich. Nun hat sich das Blatt gewendet: Die Konjunktur des gemeinsamen Währungsraumes zeigt erhebliche Schwäche und die EZB muss nun Schützenhilfe leisten. Steigende Inflationsraten kämen aktuell denkbar ungünstig. Unter Herausrechnung der volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise fällt die Teuerungsrate sogar von 1.0 % auf 0.8 %. Legt nun die EZB beginnend mit dem September weitere langfristige Refinanzierungsgeschäfte auf, kann dies vor dem Hintergrund einer trägen Preisentwicklung erfolgen, denn ein rascher deutlicher Trendwechsel zeichnet sich nicht ab. Somit ist das Bild zumindest ein stimmiges.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group       

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