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Spotanalyse

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen verbessern sich im Februar weiter – auf tiefem Niveau allerdings

Lesedauer: 1 Min
Die ZEW-Konjunkturerwartungen steigen im Februar von -15 auf -13.4.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen können sich den vierten Monat in Folge leicht verbessern. Dies ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass das Konjunkturbarometer mit Blick auf den absoluten Stand immer noch ein betrübliches Bild zeichnet.

Die Aussicht auf eine mögliche Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China dürfte zu der neuerlichen kleinen Aufhellung der Konjunkturerwartungen beigetragen haben. Aber auch das freundliche Börsenumfeld hat die vom ZEW befragten Finanzmarktanalysten sicherlich positiv beeinflusst. Die jüngst aufgeflammte Diskussion um mögliche Strafzölle der USA gegenüber europäischen Autoimporten wird vom Mannheimer Konjunkturindex allerdings noch nicht reflektiert.

Die Konjunkturentwicklung hängt am seidenen Faden. Die hohe Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Ausland macht es notwendig, dass sich die Handelskonflikte nicht weiter zuspitzen. Die Brandgefahr ist hoch. Ein Funke genügt und ein größeres konjunkturelles Störfeuer ist entfacht. Auch auf die chinesische Wirtschaft kommt es jetzt an. Die von Peking lancierten konjunkturstützenden Massnahmen haben jedenfalls das Potenzial zu einer globalen wirtschaftlichen Aufhellung im weiteren Jahresverlauf beizutragen.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group

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