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Spotanalyse

Deutschland: Inflationsrate rauscht nach unten

Lesedauer: 2 Min
Die Inflationsrate fällt einer ersten Schätzung zufolge von 2.0 % auf 1.4 %

Der Rückgang der Teuerungsrate ist vor allem einem statistischen Effekt aufgrund des späten Osterfestes geschuldet. Der Konsumentenpreisindex stieg im vergangenen Monat deutlich an, jetzt wird der «Osterfest-Effekt» wieder rückgängig gemacht. Die Teuerungsrate des Monats April war ein Ausreisser. Die nun vorliegende Inflationsrate knüpft also gewissermassen an den im März gemessenen Wert von 1.3 % an.

Inflation ist derzeit in den Industrienationen kein Thema von besonderer Brisanz. Die Teuerungsentwicklung verläuft äusserst träge. Ein nachhaltiger Anstieg über die von den Notenbanken als kritisch angesehenen Wert von 2 % stellt sich derzeit nicht ein. Online-Shops und neue digitale Dienstleistungen verbilligen ganze Produktgruppen. Darüber hinaus bleiben deutliche Lohnsteigerungen aus. Ein Ende der Null- und Negativzinsen zeichnet sich deshalb vorerst nicht ab. Selbst wenn der neue EZB-Präsident Jens Weidmann heisst, wird es zu keinem abrupten Schwenk der geldpolitischen Ausrichtung kommen.

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