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Spotanalyse

Deutschland: ifo-Geschäftsklimaindex für den März - Frühlingserwachen

Lesedauer: 2 Min
Der ifo-Geschäftsklimaindex steigt im März von revidierten 98.7 auf 99.6.

Das ist eine erfreulich Nachricht nach dem desaströsen Einkaufsmanagerindex vom vergangenen Freitag: Der ifo-Geschäftsklimaindex legt zu. Nicht nur die aktuelle Lage wird besser bewertet sondern auch die Konjunkturaussichten. Es herrscht Frühlingserwachen in der deutschen Wirtschaft.

In den vergangenen Wochen war eine Enttäuschung nach der anderen zu verkraften gewesen. Höhepunkt bildete schliesslich der vergangene Freitag mit dem neuerlichen deutlichen Fall des deutschen Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe. Möglicherweise wendet sich das Blatt nun zum Besseren. In den vergangenen Monaten war es vor allem der Exportsektor, der die bundesdeutsche Wirtschaft belastete. Die chinesische Konjunktur leidet derzeit stärker als es über die offiziellen Daten zum Ausdruck kommt, was die hiesigen Unternehmen hart trifft. Doch im Reich der Mitte wurden die Konjunkturschwierigkeiten von der Regierung richtig adressiert. In Peking lancierte man massive Steuersenkungen. Der besser als erwartete ifo-Geschäftsklimaindex könnte nun ein kleiner Vorbote sein, dass die chinesischen Aktionen fruchten. Die chinesische Regierung lancierte umfangreiche konjunkturstützende Massnahmen. Bessert sich die Lage in den kommenden Monaten weiter, käme Deutschland mit einem blauen Auge davon, denn bislang läuft die Binnenwirtschaft noch äusserst robust. Ernsthafte Gefahren kämen auf, wenn die Unternehmen mit einem Beschäftigungsabbau reagieren würden. Doch da sich beim ifo-Index auch die Geschäftsaussichten aufgehellt haben, sinkt die Wahrscheinlichkeit des Worst-Case-Szenarios. Somit gilt: Das ist heute ein schöner konjunktureller Frühlingsgruss.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group       

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