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Spotanalyse

In den USA werden weniger Stellen geschaffen als erwartet

Lesedauer: 1 Min
In USA sind im August ausserhalb der Landwirtschaft 130‘000 neue Stellen geschaffen worden. Die Arbeitslosenquote ist unverändert bei 3.7 %.

Der US-Arbeitsmarkt enttäuscht damit die Erwartungen. Allerdings sollten wir die Kirche im Dorf lassen: Das Stellenplus ist in Anbetracht des jahrelangen Stellenaufbaus immer noch solide. Nichtsdestotrotz beschleicht einem ein mulmiges Gefühl, denn der schwächer als erwartete Zuwachs könnte auch als Warnruf verstanden werden.

Möglicherweise dreht in den kommenden Monaten der Wind am US-Arbeitsmarkt. Zur Vorsicht mahnt das deutliche Absacken des Einkaufsmanagerindex (ISM) für das verarbeitende Gewerbe. Demnach haben sich die Beschäftigungsaussichten im produzierenden Gewerbe merklich eingetrübt. Darüber hinaus sollte bedacht werden, dass die gegen chinesische Importe verhängten Strafzölle eine ganze Reihe von Konsumgütern verteuern. Würden dadurch der private Konsum und in weiterer Folge das Wirtschaftswachstum Schaden nehmen, wären dies auch für den Arbeitsmarkt keine guten Nachrichten.

Die US-Notenbank wird vermutlich den Arbeitsmarktbericht argwöhnisch betrachten, ist sie derzeit ohnehin übervorsichtig unterwegs. Eine Zinssenkung in diesem Monat ist jedenfalls sehr wahrscheinlich.

 

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group                                  

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