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Spotanalyse

Das verarbeitende Gewerbe der USA kommt nun auch unter Druck

Lesedauer: 1 Min
Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe fällt im August von 51.2 auf 49.1. Das ist der schwächste Wert seit Januar 2016.

Die USA galten in den vergangenen Quartalen als Hort der Stabilität, doch wie der ISM-Index nun zeigt, kommt das verarbeitende Gewerbe spürbar ins Wanken. Der Produktionssektor der grössten Volkswirtschaft der Welt kann sich den Handelskonflikten nicht entziehen. Wenn US-Präsident Donald Trump sagt, dass Handelskriege leicht zu gewinnen seien, liegt er falsch.

Der genauere Blick auf den ISM-Index zeigt, dass die Unternehmen einen erheblich schwächeren Auftragseingang berichten. Auch die Beschäftigungssituation hat sich deutlich eingetrübt. Das bislang robuste Bild des US-Arbeitsmarktes könnte also in den kommenden Monaten Risse bekommen.

Die US-Notenbank Fed kann die eintrübenden Geschäftsaussichten im verarbeitenden Gewerbe zum Anlass für eine neuerliche Zinssenkung im September nehmen. Doch solange die Handelskonflikte anhalten, wird die Fed relativ machtlos sein. Der Spielball liegt beim Weissen Haus.

 

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group                                  

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