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Fünf Gründe, warum der Dollar schwächer wird

Felix Brill, Chief Investment Officer
Lesedauer: 2 Min
Der US-Dollar wird über lange Sicht abwerten. Er ist aufgrund der Kaufkraftparitätstheorie überbewertet und auch die Inflationsrate in den USA spricht gegen ihn. Der Dollar wird darum zum Schwächling.

Der US-Dollar ist, und bleibt vorerst, die Weltwährung Nummer eins. Diese Rolle macht ihm niemand streitig. Aber das sagt nichts über seine Bewertung aus. Mindestens fünf Gründe sprechen für eine Abwertung des Dollars.

Erstens ist der Dollar gegenüber anderen Währungen zu teuer. Das sagt die Kaufkraftparitätstheorie. Der Greenback hat zwar in der Coronakrise an Wert gewonnen und damit die Aufwertungsphase, die schon seit der Eurokrise währt, verlängert. Zieht man die Kaufkraftparität als Bewertungsmassstab heran, überwiegt nun aber die Wahrscheinlichkeit für eine Abwertung des Dollars. Diese Einschätzung bezieht sich auf einen Zeithorizont von zwei bis drei Jahren.

Zweitens weisen die USA eine höhere Inflationsrate als Europa und Japan auf. Strukturell wertet der Dollar deshalb gegenüber diesen Währungen über die Zeit ab. Drittens weisen die USA ein Zwillingsdefizit aus, also gleichzeitig ein Minus in der Handelsbilanz und im Haushaltsbudget. Die blosse Existenz eines Zwillingsdefizits muss noch keine grosse Bürde für die Währung sein. Es wird dann aber schwierig, wenn sich eine oder beide Komponenten deutlich verschlechtern. Und das ist momentan, auch krisenbedingt, der Fall. Die Ausweitung der Neuverschuldung bereitet den Boden für eine Schwächephase des Dollars.

Den ganzen Artikel mit allen Argumenten, sowie ergänzende Texte rund um den US-Dollar finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Investment-Magazins «Teleskop».

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