Direkt zum Inhalt
Wirtschaftlicher Ausblick

Die Weltwirtschaft holt Schwung, und die wirtschaftliche Erholung festigt sich

Lesedauer: 2 Min
Nie zuvor befanden sich so wenige Länder in der Rezession wie derzeit. In den USA ist in Anbetracht der jüngst verabschiedeten Steuerreform von einem höheren Investitionswachstum auszugehen.

Weltwirtschaft:

Auch die Eurozone hat die Krisenjahre hinter sich und kann sich über einen wirtschaftlichen Aufschwung freuen. Die Entwicklung in den Schwellenländern verläuft indes jeweils mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. In Lateinamerika backt man noch kleine Brötchen, während in Asien Dynamik aufkommt.

USA

Wichtige Konjunkturfrühindikatoren legen höhere Wachstumsraten des privaten Konsums sowie der Investitionen nahe. Bewahrheiten sich diese, dürfte das BIP auf ein Plus von 2.6 % ansteigen. Spannend wird es auf der Inflationsseite: Die Teuerungsraten blieben zuletzt deutlich hinter den Erwartungen zurück. In Anbetracht einer rekordtiefen Arbeitslosenquote könnten nun steigende Löhne und höhere Inflationsraten die Folge sein. Die Anzeichen, dass die Arbeitnehmerentgelte nun etwas stärker zulegen, mehren sich. Die Kerninflationsrate lag aber zuletzt unter dem Ziel der Notenbank von 2 %.

Eurozone

Die Stimmung in der Wirtschaft im Euroraum könnte kaum besser sein. Weder der näher rückende EU-Austritt Grossbritanniens noch die protektionistische Politik des neuen US-Präsidenten scheinen die Unternehmen zu verunsichern. Treibende Kraft ist die sehr expansive Geld-politik der EZB. Die Wirtschaft im Euroraum wächst seit Herbst 2016 mit einer Quartalsrate von durchschnittlich 0.6 %, und ein Ende des Aufschwungs ist nicht in Sicht. Das Wachstumsgefälle zwischen den einzelnen Ländern hat zudem merklich abgenommen. Selbst die italienische Wirtschaft wuchs zuletzt wieder mit einer Quartalsrate von 0.4 %.

Schweiz

Die eidgenössische Wirtschaft sollte im laufenden Jahr Schwung holen. Die Vorzeichen für ein höheres Wachstum sind jedenfalls günstig. Vor allem die wirtschaftliche Erholung in der benachbarten Eurozone spricht für eine höhere Exportleistung. Aber es sind nicht nur die Nachbarländer, von denen die Schweiz profitieren wird – auch die generelle Erholung der Weltwirtschaft spricht für ein stärkeres Wachstum der Ausfuhren.

Schwellenländer

In den Schwellenländern ergibt sich ein gemischteres Bild, wenngleich das Wachstum inzwischen mehr Länder erfasst hat als in den vergangenen Jahren. Die chinesische Volkswirtschaft gab im bisherigen Jahresverlauf keine Schwächeanzeichen von sich. In Lateinamerika zeichnet sich in Brasilien und Argentinien hingegen eine Erholung auf niedrigem Niveau ab. Nicht zuletzt dürfte die Stabilisierung des Rohölpreises dazu beigetragen haben, dass sich viele Rohstoff exportierende Volkswirtschaften (beispielsweise Russland) ebenfalls erholen.

Der chinesischen Regierung gelang es bislang, die trendmässige Verlangsamung des Wachstums graduell zu gestalten. Dabei steigen die Wachstumsbeiträge des Konsums im Vergleich zu denjenigen der Investitionen. Der Transformationsprozess der chinesischen Volkswirtschaft hin zu einer stärker konsumorientierten Ökonomie hält somit an.

#Research
 ·  News aus den Finanzmärkten
Der Franken lässt die Muskeln spielen
Mehr dazu
 ·  Investment Ideen
Digitale Transformation und Sicherheit - «Alexa, beschütze mich!»
Mehr dazu
 ·  News aus den Finanzmärkten
Drohen US-Strafzölle auf europäische Autos?
Mehr dazu

Ersten Kommentar schreiben

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.