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Spotanalyse

USA setzt Schweiz wieder auf die Liste der Währungsmanipulationen – veränderter Status für China

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Die USA haben die Schweiz wieder auf die Liste derjenigen Staaten gesetzt, die als potenzielle Währungsmanipulatoren beobachtet werden. Das US-Finanzministerium fordert von der Schweiz, die gesamtwirtschaftliche Politik anzupassen. Eine durch die öffentliche Hand induzierte kräftigere Binnenkonjunktur würde den hohen Leistungsbilanzüberschuss verringern. Die Eidgenossenschaft war bereits im Zeitraum Oktober 2016 und Oktober 2018 auf der Liste der Währungsmanipulatoren.

Die Schweiz befindet sich nun wieder in prominenter Gesellschaft einer ganzen Reihe von Staaten. Deutschland, Japan, Südkorea, Italien, Irland, Singapur, Malaysia und Vietnam sind auf der Liste zu finden. Direkte Konsequenzen hat die Schweiz nicht zu fürchten. Allerdings sollte sich die Schweizerische Nationalbank bewusst sein, dass bei etwaigen Devisenmarktmanipulationen der Verdruss in Washington weiter zunimmt.

Wie das Räderwerk in Washington läuft, zeigt das Beispiel China. Kaum steht die Unterzeichnung eines Handelsabkommens an, schon wird mit dem Reich der Mitte pfleglicher umgegangen. China wird nicht mehr der der tatsächlichen Währungsmanipulation beschuldigt.

Dies zeigt aber, wo die Gefahren für Europa schlummern. Donald Trump könnte sich nach der Unterzeichnung eines Teilabkommens mit China zukünftig verstärkt den europäischen Handelspartnern widmen. Dabei käme die Schweiz, aber auch die Eurozone verstärkt ins Visier. Im Wahlkampf könnte das Donald Trump nützlich sein, wenn er auf vermeintlich unfaire Handelsbedingungen gegenüber Europa verweist. Für die Schweiz gilt: Die Latte für Devisenmarktinterventionen wird mit dem heutigen Tag höher gehängt.

 

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group   

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