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Spotanalyse

ZEW-Konjunkturerwartungen – es geht weiter abwärts

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Die vom Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW befragten Finanzmarktanalysten scheinen sich einig zu sein: Mit der deutschen Konjunktur geht es weiter bergab. Die ZEW-Konjunkturerwartungen fallen von – 21.1 auf – 24.5 im Juni.

Und in der Tat fragt man sich, woher kurzfristig Besserung kommen soll. Der nun schon seit längerem anhaltende Auftragsschwund in der Industrie, hinterlässt langsam aber sicher tiefe Kerben in der Wirtschaftsentwicklung. Vor allem in den deutschen Schlüsselindustrien Automobil- und Maschinenbau sowie in der Chemiebranche nehmen die Sorgenfalten zu.

Für die exportabhängige deutsche Wirtschaft müssen die Impulse aus dem Ausland kommen. Zuvorderst ruhen die Hoffnungen noch immer auf den von der chinesischen Regierung lancierten konjunkturstützenden Massnahmen. Steuer- und Gebührensenkungen in Kombination mit einer steigenden Kreditvergabe versprechen im zweiten Halbjahr eine steigende asiatische Nachfrage nach deutschen Industriegütern – zumindest theoretisch. Ermutigend ist derzeit auch der Blick ins deutsche Nachbarland Frankreich. Dort blickt die Industrie dank der Arbeitsmarktreformen noch verhältnismässig optimistisch in die Zukunft. Immerhin ist Frankreich zweitwichtigstes Exportland für Deutschland. Da sich derzeit die Stimmung im US-amerikanischen verarbeitenden Gewerbe ebenfalls eintrübt, bleibt es fraglich, ob zusätzliche Impulse aus den Vereinigen Staaten kommen.

Die Bauwirtschaft und der private Konsum bleiben vorerst die zwei wichtigsten Wachstumsstützen, die dann auch Schlimmeres verhindern.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group                                  

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