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Spotanalyse

USA: Inflationsrate im Oktober wieder höher – Fed hat grünes Licht für nächste Zinserhöhung

Lesedauer: 1 Min
Die Inflationsrate legt im Oktober von 2.3 % auf 2.5 % zu.

Steigende Teuerungsraten sind normalerweise mehr Feind als Freund, doch die US-Notenbank dürfte das Zahlenmaterial wohlwollend aufnehmen. Die Fed möchte im Dezember einen weiteren Zinsschritt vollführen, doch die Weltwirtschaft ist inmitten einer Abkühlung. Für die Washingtoner Währungshüter ist eine fortgesetzte geldpolitische Straffung deshalb ein Ritt auf der Rasierklinge. Eine steigende Inflationsrate kommt da gerade recht. Die Kommunikation wird Fed-Chef Jerome Powell wesentlich einfacher fallen, wenn die Konsumentenpreise steigen.

Unter Herausrechnung der volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise (Kernteuerungsrate) fällt die Inflationsrate derweil von 2.2 % auf 2.1 %. Auch das dürfte der Fed gefallen. Die US-Notenbank möchte im kommenden Jahr an ihrem Kurs der moderaten Zinserhöhungen festhalten. Pendelt sich die Kernteuerungsrate bei den gegenwärtigen Niveaus ein bzw. steht nur ein moderater Anstieg bevor, kann die US-Notenbank getrost ihren eingeschlagenen Pfad weiter beschreiten. Es läge dann sogar eine Zinserhöhungspause drin. Zu vermuten ist jedenfalls, dass die US-Währungshüter im Dezember eine dovishe Zinserhöhung vollstrecken werden. Die Wortwahl von Jerome Powell, als auch der Pressetext werden von Vorsicht geprägt sein.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group

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