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Spotanalyse

USA: Ein starkes Wachstum im 2. Quartal

Lesedauer: 1 Min
Die US-Wirtschaft kann im zweiten Quartal kräftig zulegen. Gegenüber dem ersten Quartal steht ein auf das Jahr hochgerechnetes Plus von 4.1% zu Buche. Vor allem ein satter Zuwachs des privaten Konsums schiebt das Wachstum an. Das Investitionswachstum ist wiederum eine herbe Enttäuschung. Zu den großen Überraschungen zählt hingegen der kräftige Zuwachs der Exporte.

Es läuft rund in der US-Wirtschaft. Sicherlich hilft die Steuerreform von Donald Trump dem BIP-Zuwachs, doch auch ohne die Entlastungen durch den Fiskus waren die Weichen für ein kräftiges Wachstum gestellt. Es herrscht Vollbeschäftigung und die Löhne legen zumindest im moderaten Umfang zu. Es gab für das zweite Quartal keinen Grund für ein schwaches Wachstum. Diese Grundkonstellation hat durchaus das Potenzial noch einige Zeit zu halten. Die BIP-Zuwachsraten können also auch in den kommenden Quartalen stark bleiben – wenn nicht Donald Trump die Suppe mit seinen Strafzöllen versalzt. Zwar scheint sich gegenüber Europa eine einvernehmliche Lösung abzuzeichnen, doch ob das Weiße Haus auch gegenüber China Gnade walten lässt, bleibt fraglich. Weitere Strafzölle gegenüber China würden auf die Stimmung im US-Unternehmenssektor drücken. Das relativ starke Exportwachstum zeigt, dass die US-Wirtschaft Profiteur eines offenen Handels ist. Das sollten die Strategen in Washington bei ihren Zollvorhaben ins Kalkül ziehen.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group


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