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Spotanalyse

USA: Arbeitsmarktbericht für den November

Lesedauer: 1 Min
Ausserhalb des Landwirtschaftssektors wurden im November 155‘000 neue Stellen geschaffen. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 3.7 %.

Es scheint so, dass das bislang gute US-Konjunkturbild leichte Risse bekommt. Aus unserer Sicht muss der schwächere Arbeitsplatzaufbau nicht verwundern, denn die ansteigende Zahl von Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe mahnte zur Vorsicht. Darüber hinaus gab es aus verschiedenen regionalen Notenbankbezirken rückläufige Arbeitsmarktindikatoren. Steigende Löhne, höhere Refinanzierungskosten und ein aufgrund der Zölle teurerer Einkauf von Vorproduktion aus China drückt auf die Margen der Unternehmen. Dies dämpft die Einstellungsbereitschaft.

Möglicherweise liegt nun erst einmal eine Zeit vor uns, in der die US-Unternehmen weniger kräftig einstellen. Dies muss allerdings noch lange nicht heissen, dass nun eine Rezession droht. Vielmehr sind nun kleinere Wachstumsbrötchen angesagt. Dem kann durchaus sogar etwas Positives abgewonnen werden. Eine schwächeres Wachstum verhindert Überhitzungsgefahren. Die US-Notenbank muss weniger aggressiv die Zinsen anheben. All dies kann den Aufschwung sogar verlängern.

Die US-Währungshüter werden aber im Dezember die Zinsen dennoch anheben. Das Wachstum der durchschnittlichen Stundenlöhne von 3.1 % mahnt dies an. Danach könnte dann aber erst einmal eine längere Zinspause anstehen.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group

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