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Spotanalyse

USA: Arbeitsmarktbericht für den März

Lesedauer: 2 Min
Ausserhalb des Landwirtschaftssektors wurden im März 103‘000 neue Stellen geschaffen.

Die Arbeitslosenquote verharrt bei 4.1%.

Der Jobaufbau bleibt im März hinter den Erwartungen zurück. Die verhältnismässig magere Zahl neugeschaffener Stellen ist aber nicht etwa auf die laufende Zolldiskussion zurückzuführen sondern vielmehr auf die frostigen Temperaturen im März. Das Wetter hinterlässt also einmal mehr seine Bremsspuren beim US-Arbeitsmarktbericht. Es besteht kein Grund zur Sorge. Im April dürften am Arbeitsmarkt Aufholprozesse erkennbar sein. Die Zuversicht beruht vor allem darauf, dass die aktuelle Diskussion um Strafzölle bei US-Unternehmen weit weniger für Verunsicherung sorgt als dies etwa bei europäischen Unternehmen der Fall ist. Sichtbar wird dies auch beim Blick auf wichtige Konjunkturvorlaufindikatoren. Letztere gaben zuletzt in der Eurozone deutlich nach. Jenseits des Atlantiks hält die US-Steuerreform den optimistischen Ausblick im Unternehmerlager aufrecht.

Die US-Notenbank wird diese Sicht teilen. Die Währungshüter in Washington können sich in ihren zuversichtlichen Einschätzungen grundsätzlich bestätigt fühlen. Der nun klar erkennbare Aufwärtstrend bei den Löhnen spricht für eine zunehmende Knappheitssituation am Arbeitsmarkt. Die durchschnittlichen Stundenlöhne legen im März mit 2.7% zu.

In den Fluren der US-amerikanischen Notenbank dürften aber dennoch in so manchem Gesicht Sorgenfalten ablesbar sein. Die durch die Strafzolldebatte ausgelösten Börsenturbulenzen könnten Zinserhöhungen entgegenwirken. Dies war jedenfalls aus Kommentaren einzelner Fed-Mitglieder herauszuhören. Es zählen nun also nicht nur gute makroökonomische Daten sondern auch die Börse muss bei den geplanten weiteren Zinserhöhungen mitspielen.

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