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Spotanalyse

USA: Arbeitsmarktbericht für den April

Lesedauer: 2 Min
US-Arbeitsmarkt: Solide – Lohndruck bleibt aus

Ausserhalb des Landwirtschaftssektors wurden im April 164‘000 neue Stellen geschaffen. Die Arbeitslosenquote sinkt von 4.1 % auf 3.9 %.

Der Jobaufbau für den März wurde nach oben revidiert, insofern relativiert sich der im Verhältnis zur Konsensschätzung geringer als erwartete Arbeitsplatzaufbau im April.

In Anbetracht der erreichten Vollbeschäftigung ist die Anzahl der neuen Jobs durchaus als robust zu bezeichnen. Die Arbeitslosenquote fällt nun sogar unter 4 % - das ist beachtlich.

Der US-Arbeitsmarkt zeigt sich in einer ordentlichen Verfassung. Mehr Beschäftigung heisst mehr Einkommen, mehr Einkommen stützt wiederum den privaten Konsum und auch den Immobilienmarkt. Die US-Notenbank kann sich in ihrem Ausblick bestätigt fühlen. Weitere Zinserhöhungen sind unzweifelhaft gerechtfertigt.

Die Frage ist, wie die Fed auf den Mix von guten Beschäftigungszahlen und einer steigenden Inflationsrate reagiert. US-Notenbankchef Jerome Powell zeigte sich zuletzt gelassen. Während eine weitere Zinserhöhungen im Juni gesetzt sein dürfte, bieten die Formulierungen der Notenbanker Überraschungspotenzial. An den Finanzmärkten wird mit Argusaugen beobachtet werden, ob die Währungshüter in Washington beschleunigte Zinsanhebungen in Aussicht stellen. Hierbei gilt jedoch zu beachten: Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten im April lediglich mit 2.6 % zu. Der Lohnzuwachs bleibt damit hinter den Erwartungen zurück. Damit gilt nach wie vor: Trotz einer guten Beschäftigungssituation kommt kein deutlicher Lohndruck auf. Genau dies spricht dafür, dass die Fed vorerst auf ihrem eingeschlagenen Weg bleibt und mit moderaten Zinsanhebungen fortfährt.

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