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Spotanalyse

USA: Arbeitsmarkt läuft weiterhin rund

Lesedauer: 1 Min
Außerhalb des Landwirtschaftssektors wurden im Juli 157‘000 neue Stellen geschaffen. Die Arbeitslosenquote fällt von 4.0% auf 3.9%.

Zwar enttäuscht der Arbeitsmarktbericht gemessen an der Konsensprognose, doch die Zahl ist in Anbetracht der erreichten Vollbeschäftigung dennoch eine gute. Mehr noch: Der Vormonatswert wurde deutlich nach oben korrigiert. Der Blick auf den US-Arbeitsmarkt ähnelt also dem Blick aus dem Bürofenster: Kaum Wolken am Horizont auszumachen.

Die Zollstreitigkeiten sorgen bislang für keine Ladehemmungen: Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt relativ hoch. Sollten aber weitere und höhere Zölle gegenüber China drohen, könnten Wolken am Horizont auftauchen. Die damit einhergehenden Unsicherheiten hätten vermutlich auch Auswirkungen auf die Einstellungsbereitschaft. Noch kann dies allerdings im Konjunktiv formuliert werden. Es bleibt abzuwarten, ob es zu einer Einigung mit China kommt.

Der Lohnauftrieb bleibt gemessen an der niedrigen Arbeitslosenquote noch verhältnismäßig gering. Die durchschnittlichen Stundenlöhne verbuchen ein Plus von 2.7%. Die US-Notenbank wird dies wohlwollend aufnehmen, denn letztlich bestätigt sich der Kurs moderater Zinsschritte. Fed-Chef Jerome Powell wird im laufenden Jahr auf Autopilot bleiben und im Quartalsrhyhtmus an der Zinsschraube drehen. Das heißt somit: Im September kommt es zur nächsten Zinserhöhung.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group

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