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Spotanalyse

USA: Arbeitsmarkt glänzt

Lesedauer: 1 Min
Außerhalb des Landwirtschaftssektors wurden im Juni 213‘000 neue Stellen geschaffen. Die Arbeitslosenquote steigt von 3.8% auf 4.0%. Die durchschnittlichen Stundenlöhne legen um 2.7% zu.

Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften hat Marathonqualität. Seit mehr als sieben Jahren ist die Einstellungsbereitschaft der US-Unternehmen auf einem ungebrochen hohen Niveau. Dies korrespondiert mit einem der längsten Konjunkturaufschwünge der US-Geschichte. Mehr Arbeit bedeutet mehr Konsum, weshalb derzeit die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten in Schwung kommen. Das Lohnwachstum bleibt aber dennoch hinter den Erwartungen zurück. Möglicherweise kommen die USA in europäisches Fahrwasser. Eine hohe Beschäftigungsquote wie etwa in der Schweiz oder auch in Deutschland geht nicht zwangsläufig mit deutlich steigenden Löhnen einher. Das Kalkül dabei ist: Ein gemäßigtes Lohnwachstum erhält die Wettbewerbsfähigkeit und sichert auch langfristig die Sicherheit von Arbeitsplätzen.

Der Anstieg der Arbeitslosenquote sollte nicht beunruhigen. Es handelt sich vielmehr um das Phänomen eines steigenden Arbeitskräftepotenzial. In Anbetracht der guten Einstellungsbedingungen stellen sich immer mehr Arbeitnehmer dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Die stille Reserve wird also aktiviert.

Donald Trump muss aber Obacht geben, dass dieser Vorzeigeaufschwung nicht in Gefahr gerät. Zwar befeuert die Steuerreform das Wirtschaftswachstum, doch andererseits können die verhängten Straffzölle zum berühmten Schuss ins eigene Knie werden. Die Zölle machen importierte Waren teurer. Dies könnte nicht nur den privaten Konsum dämpfen sondern auch Arbeitsplätze kosten.


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