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Spotanalyse

SNB bleibt hinsichtlich der Franken-Aufwertung besorgt

Lesedauer: 1 Min
Kurz und knapp lautet das Ergebnis der geldpolitischen Lagebeurteilung: Deutliche Veränderungen sind nicht erkennbar.

Was allerdings auffällt, ist, dass im Pressetext der Schweizer Franken klar im Mittelpunkt steht. Die Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen wird gleich zu Beginn zweimal erwähnt. Es scheint so, als ob die SNB mit Blick auf die jüngsten Aufwertungen des Franken nervös wäre. Die Währung wird als «hoch bewertet» bezeichnet. Es scheint so, dass die Hürde für Eingriffe am Währungsmarkt nicht allzu hoch liegt.

Per saldo gilt: Trotz den zuletzt starken Wachstumsraten der eidgenössischen Volkswirtschaft ist die geldpolitische Lagebeurteilung von Zurückhaltung geprägt. Eine Zinserhöhung bleibt damit Zukunftsmusik. Für eine straffere Geldpolitik bedarf es aber auch höherer Inflationsraten. Die Kerninflationsrate, also die Teuerungsentwicklung ohne die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise, bleibt auf einem sehr tiefen Niveau. Gerade hierbei müsste es zunächst merklich nach oben gehen, ehe die SNB handelt.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group

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