Direkt zum Inhalt
Spotanalyse

Schweiz: BIP-Zuwachs im Schlussquartal 2017

Lesedauer: 2 Min
Schweiz: BIP-Zuwachs im Schlussquartal 2017

Das eidgenössische BIP verbucht in den letzten drei Monaten des Jahres 2017 ein Plus von 0.6 % gegenüber dem Vorquartal. Das Gesamtjahreswachstum 2017 liegt damit bei 1.0 %. Der BIP-Zuwachs im Schlussquartal ist erfreulich. Die Bauinvestitionen, der Staatskonsum und der private Konsum trugen nennenswert zum Wachstum bei. Insgesamt war das Jahr 2017 aber eine Enttäuschung. Vor allem die schwache Wachstumsdynamik im ersten Halbjahr lastet auf dem Gesamtjahreswachstum. Im Vergleich zu den Wachstumsvorgaben der benachbarten Eurozone fällt damit der eidgenössische BIP-Zuwachs 2017 relativ bescheiden aus.

Die Vorzeichen für einen kräftigeren BIP-Zuwachs im laufenden Jahr sind günstig: Die globale Konjunktur holt Schwung und der Schweizer Franken wertete gegenüber dem Euro in den vergangenen Monaten ab. Die eidgenössische Wirtschaft sollte vor allem von steigenden Exporten in die benachbarte Eurozone profitieren. Darüber hinaus werden die Anlageinvestitionen einen Zahn zulegen.

Die Nationalbank kann derweil zufrieden sein. Das Kapitel der Franken-Aufwertung wird geschlossen. Wer allerdings nun daraus schliesst, dass die SNB schon bald ihren Kurs ändert, dürfte auf dem falschen Fuss erwischt werden. Einerseits bleibt die Inflationsrate niedrig und andererseits schwimmt die SNB im Fahrwasser der EZB-Geldpolitik. Würde die SNB mit einem restriktiveren geldpolitischen Kurs vorpreschen, hätte dies eine Aufwertung des Franken zur Folge. Letzteres hätte dann wiederum negative wirtschaftliche Konsequenzen. Das kann nicht im Sinne der eidgenössischen Währungshüter sein.


Ersten Kommentar schreiben

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.