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Spotanalyse

EZB: Keine Veränderungen – Fahrplan steht fest

Lesedauer: 1 Min
Die heutige EZB-Sitzung ging ohne größere Überraschungen über die Bühne. Genau genommen musste das so sein, denn seit der Juni-Sitzung steht der Fahrplan fest.

Bleiben die Daten im Rahmen der EZB-Erwartungen werden die Anleihekäufe zum Jahresende eingestellt. Eine Zinserhöhung wird es bis Ende des Sommers 2019 nicht geben.

Mario Draghi sieht keinen Grund von seinem Kurs abzuweichen. Daran ändern auch die jüngst nachgebenden Konjunkturfrühindikatoren nichts. Mario Draghi hob hervor, dass die Wachstumsraten im zweiten Halbjahr 2017 sehr hoch waren. Niedrigere Wachstumsraten seien vor diesem Hintergrund kein Grund zur Besorgnis.

Die nächste EZB-Sitzung im September verspricht wieder etwas spannender zu werden. Der EZB-Fahrplan sieht eine Reduktion der monatlichen Anleihekäufe von 30 Mrd. auf 15 Mrd. Euro ab dem Oktober vor. Möchten die Währungshüter diese Vorgaben erfüllen, sollte dies auf der nächsten Sitzung entschieden werden. Bislang spricht nichts gegen diesen Schritt. Mehr noch: In Anbetracht der Knappheitsproblematik im Bereich der deutschen Bundesanleihen ist dies fast schon eine Notwendigkeit.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group


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