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Spotanalyse

Eurozone: Inflationsrate legt zu – Kernteuerungsrate fällt hingegen

Lesedauer: 2 Min
Die Inflationsrate für die Eurozone steigt im September nach einer vorläufigen Schätzung von 2.0 % auf 2.1 %. Die Inflationsrate ohne die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise (Kernteuerung) fällt hingegen von 1.0 % auf 0.9 %.

Die über die vergangenen Monate hinweg gestiegenen Teuerungsraten sind vor allem Ausdruck der höheren Energiepreise. Spürbar ist dies beim Gang zur Tankstelle. Der Autobesitzer muss wieder deutlich tiefer in die Geldbörse greifen, um den Tank zu befüllen.

Die gestern veröffentlichten deutschen Inflationsdaten gaben die Indikation, dass in der Eurozone auch die Kernteuerungsrate zulegen würde, aber wieder einmal heisst es: weit gefehlt.

Die Projektionen der EZB sehen jedes Jahr aufs Neue einen weiteren Anstieg der Teuerungsraten ohne die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise vor, doch das Ergebnis ist jeweils ernüchternd. Im Frankfurter EZB-Gebäude ist also ein gewisser Grundoptimismus vorherrschend. Die Arbeitslosenquote liegt für den gemeinsamen Währungsraum noch immer bei 8.2 %. Vor diesem Hintergrund dürfte ein nachhaltiger Anstieg der Inflationsrate vorerst schwierig bleiben. Die EZB kann deshalb getrost an ihrem Fahrplan festhalten und bis Sommerende 2019 den Beobachterstatus wahren. Ob es dann tatsächlich in den Herbstmonaten 2019 zu einer Zinserhöhung kommt, bleibt in Anbetracht der zähen Teuerungsentwicklung fraglich.

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