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Spotanalyse

Eurozone: Inflationsrate geht im August zurück

Lesedauer: 1 Min
Die Teuerungsrate für den August fällt von 2.1% auf 2.0%. Die Kerninflationsrate geht von 1.1% auf 1.0% zurück.

Die Inflationsrate fällt. Der Dampf im Kessel wird nun in den kommenden Monaten weiter abgelassen. Die Energiepreise haben zum Jahresende 2017 zugelegt. Die Vergleichsbasis nimmt also zu, was für tendenziell geringere Inflationsraten spricht. Für die EZB bleibt derweil die Kernrate von zentralem Interesse. Letztere ging nun ebenfalls etwas zurück. Indikationen hierfür gab es bereits von der gestern veröffentlichten deutschen Inflationsrate. Gebührensenkungen im Bereich von Kindertagesstätten hatten einen spürbaren preisdämpfenden Effekt hinterlassen.

Man muss nun kein Volkswirt sein, um zu prognostizieren, dass sich bei den Teuerungsraten ohne die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise auf Sicht der kommenden Monate kaum etwas signifikant ändern wird. Mario Draghi fokussiert sich deshalb auf den etwas längeren Horizont. Die Hoffnung ist, dass sich zumindest im kommenden Jahr die Kernrate etwas nach oben bewegt. Da die Arbeitslosenquote im gemeinsamen Währungsraum in den vergangenen Jahren deutlich gefallen ist und sachter Lohnauftrieb zu vermelden ist, könnten tatsächlich in moderatem Umfang höhere Zuwachsraten bei der Kernteuerung zu verzeichnen sein. In diesem Fall läge dann eine Zinserhöhung zum Jahresende 2019 drin.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group

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