Direkt zum Inhalt
Spotanalyse

Eurozone: Inflationsrate

Lesedauer: 1 Min
Eurozone: Inflationsrate im Juni bei 2 %

Die Inflationsrate für den gemeinsamen Währungsraum liegt jetzt bei 2 %. Grund genug also, dass im Frankfurter Eurotower der EZB die Korken knallen? Nein, Mario Draghi dürfte weiterhin betrübt auf die Teuerungsrate blicken. Der Anstieg der Inflationsrate ist vor allem den im Jahresvergleich deutlich höheren Energiepreisen zuzuschreiben. Rechnet man die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise heraus, steht ein Anstieg der Konsumentenpreise (der Kernrate) von lediglich 1 % zu Buche. Das sind sogar weniger als die im Vormonat gemessenen 1.1 %.

Mario Draghi übt sich deshalb in Geduld. Die Leitzinsen bleiben noch mindestens bis zum Sommer 2019 unangetastet. In Anbetracht der schleppenden Entwicklung der Kerninflation ist dies wohl auch notwendig, denn dass sich in den kommenden Monaten schlagartig etwas ändern wird, ist sehr unwahrscheinlich. Die nach wie vor hohe Arbeitslosenquote in der Eurozone spricht gegen einen raschen Lohnauftrieb. Ohne höhere Löhne wird aber die Inflationsrate nicht nachhaltig auf den EZB-Zielwert kommen.

 

#Research
 ·  News aus den Finanzmärkten
Der Franken lässt die Muskeln spielen
Mehr dazu
 ·  Investment Ideen
Digitale Transformation und Sicherheit - «Alexa, beschütze mich!»
Mehr dazu
 ·  News aus den Finanzmärkten
Drohen US-Strafzölle auf europäische Autos?
Mehr dazu

Ersten Kommentar schreiben

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.