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Spotanalyse

Eurozone: Inflation - Welche Inflation?

Lesedauer: 2 Min
Inflation – Welche Inflation?

Die Inflationsrate in der Eurozone fällt im Februar von 1.3 % auf 1.2%. Die Kerninflationsrate verharrt bei 1.0 %.

Das wird einfach nichts mit der Inflation. So sehr das Thema «Inflation» auch wieder im Fokus steht, in der Eurozone will es damit nicht klappen. Während der Rückgang der Inflationsrate durch die Entwicklung der Energie- und Nahrungsmittelpreise begründet werden kann, ist der Blick auf die Kernrate der eigentlich interessante. Hierbei bleibt der Anstieg mit 1.0 % sehr schwach und weit von dem entfernt, was sich die EZB eigentlich wünscht. Man muss kein Studium der Volkswirtschaft absolviert haben, um die Gründe hierfür zu erkunden. Es ist schlichtweg die immer noch hohe Arbeitslosigkeit in der Eurozone, die einen stärken Anstieg der Teuerungsraten verhindert. Mario Draghi stösst mit seiner Geldpolitik nicht überall auf Gegenliebe, doch der EZB-Chef argumentiert jedenfalls konsistent. Die EZB hat den Auftrag Preisstabilität zu gewährleisten. Als Preisstabilität wiederum ist eine Teuerungsrate von nahe 2 % definiert. Solange also die Inflationsrate nicht nachhaltig auf diesem Niveau liegt, bleibt der EZB nichts anderes übrig als eine expansive Geldpolitik zu forcieren. Würde Mario Draghi einen restriktiveren Kurs fahren, würde er seinem Auftrag nicht gerecht werden.


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