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Spotanalyse

Eurozone: Einkaufsmangerindizes geben im Oktober empfindlich nach

Lesedauer: 1 Min
Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone (Composite: Dienstleistungssektor und Verarbeitendes Gewerbe) fällt von 54.1 auf 52.7.

In der Eurozone wird die konjunkturelle Delle tiefer. Insbesondere Deutschland kommt stärker unter die Räder: Sowohl der Index für das Verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor lassen deutlich Federn. Die internationalen politischen Querelen scheinen vor allem in der exportstarken Bundesrepublik für erhebliche Verunsicherungen im Unternehmenssektor zu sorgen. Die gute Nachricht ist: In Frankreich steigt die Zuversicht im Dienstleistungssektor sogar deutlich.

Der Blick auf das konjunkturelle Bild offenbart derzeit ein stark verunsichertes produzierendes Gewerbe. Die Handelsstreitigkeiten und die Budgetdiskussionen in Italien standen in den vergangenen Wochen besonders im Fokus. Zuletzt gesellte sich nun auch der Konflikt mit Saudi-Arabien hinzu. So manches Investitionsvorhaben wird deshalb vorsichtshalber zurückgestellt. Hiobsbotschaften einer unmittelbar bevorstehenden Rezession gehen aber zu weit. Viele Unternehmen treten lediglich an die Seitenlinie und beobachten die Gemengelage, die grundsätzliche Bereitschaft Geld ins eigene Unternehmen zu stecken, bleibt aber erhalten. Käme es nach den US-Kongresswahlen zu sanfteren Tönen aus dem Weissen Haus in Washington, könnte die konjunkturelle Zuversicht wieder zunehmen.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group

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