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Spotanalyse

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen fallen im Oktober deutlich

Lesedauer: 2 Min
Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind auf einer Berg- und Talfahrt und fallen im Oktober von -10.6 auf -24.7.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen fallen im Oktober von -10.6 auf -24.7.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind auf einer Berg- und Talfahrt. Jetzt geht es gerade wieder steil bergab. Die vom ZEW befragten Finanzmarktanalysten scheinen sich zu einem guten Stück vom Börsengeschehen leiten zu lassen. Handelsängste setzen dem Konjunkturbarometer aber auch zu. Dabei zählen nicht nur Ängste eines direkten Konfliktes zwischen den USA und der EU sondern vielmehr die Zollstreitigkeiten zwischen China und den USA. Die vernetzten deutschen Unternehmen sind von diesem Konflikt direkt oder auch indirekt betroffen. Auf das Gemüt schlägt sicherlich auch die unklare Situation in den Brexit-Verhandlungen. Per saldo gilt: Die unsicheren Zeiten sind ein Stimmungskiller.

Das grosse Bild des Mannheimer Konjunkturbarometers passt ins Bild. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind nun ein gutes Stück von ihren zu Jahresbeginn gemessenen Notierungen entfernt. Tatsächlich hat im Gleichklang die konjunkturelle Dynamik nachgelassen. Eine rasche Erholung zeichnet sich gemäß dem ZEW nun ganz und gar nicht ab. Hier muss sich aber erst noch zeigen, ob der Abgleich mit der Realität standhält. Die Auftragseingänge für die deutsche Industrie zeigten zuletzt wieder ein besseres Bild. Möglicherweise sind also die ZEW-Konjunkturerwartungen von den bestehen Unsicherheiten überzeichnet.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group

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