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Spotanalyse

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen fallen deutlich

Lesedauer: 1 Min
ZEW-Konjunkturerwartungen fallen im März deutlich – Diskussion um Zölle belastet

Die ZEW-Konjunkturerwartungen fallen im März von 17.8 auf 5.1 Punkte.

Auch der deutliche Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen muss nicht überraschen. Die Aussicht auf US-Strafzölle verunsichert die vom ZEW befragten Volkswirte massiv. Damoklesschwert ist ein eskalierender Handelsstreit, der die gute konjunkturelle Entwicklung der vergangenen Jahre zunichtemachen würde. Genau diese Gefahr tritt mit dem deutlichen Fall des ZEW-Index zu Tage. Wenngleich am Ende die Vernunft siegen dürfte, lastet zunächst die Unsicherheit über den weiteren Fortgang der Handelsstreitigkeiten auf den Konjunkturfrühbarometern.

Kurzfristig droht für die deutsche Industrie keine Gefahr. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und die Produktion läuft rund. Grösstes konjunkturelles Risiko für die zweite Jahreshälfte 2018 ist, dass die anhaltende Diskussion um Strafzölle auf die Investitionslaune drückt und somit auch Bremsspuren beim gesamtwirtschaftlichen Wachstum hinterlässt. Die fallenden Konjunkturerwartungen sind also vor allem einer steigenden Unsicherheit geschuldet und weniger einem unmittelbar bevorstehenden Konjunktureinbruch.


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