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Spotanalyse

Deutschland: Inflationsrate steigt im Oktober auf ein zehnjähriges Hoch

Lesedauer: 2 Min
Einer ersten Schätzung zufolge legt die Inflationsrate im Oktober von 2.3% auf 2.5% zu.

Einer ersten Schätzung zufolge legt die Inflationsrate im Oktober von 2.3% auf 2.5% zu.

Die Teuerungsrate steigt auf ein zehnjähriges Hoch. Zum wesentlichen Treiber gehören einmal mehr die Energiepreise. Wer seinen Heizöltank für die bevorstehenden Wintermonate füllt, leert auf der anderen Seite mittlerweile ordentlich seine Geldbörse. Auch die Fahrt zur Tankstelle ist nunmehr wieder ein teures Unterfangen. Die Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen aber auch, dass im Bereich der Dienstleistungen ein höherer Preisauftrieb zu verbuchen war.

Für die EZB dürfte derweil die Relevanz der Teuerungsraten etwas in den Hintergrund treten. Die heute veröffentlichten Wachstumsraten für die Eurozone gefallen den Volkswirten der EZB sicherlich nicht. Während das deutsche Wachstum unter anderem von Sondereffekten aufgrund von Produktionsausfällen im Zuge des WLTP-Testverfahrens belastet wurde, dürfte die Stagnation des italienischen BIP in den Fluren des EZB-Hochhauses zu Sorgenfalten führen. Ein schwächeres Wachstum rüttelt nämlich auch am Ausblick auf steigende Teuerungsraten im Jahr 2019.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group