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Spotanalyse

Deutschland: Industrieproduktion und Handelsbilanz für den Juli

Lesedauer: 2 Min
Die Industrieproduktion gibt im Juli um 1.1 % gegenüber dem Vormonat nach. Im Jahresvergleich steht ein Plus von 1.1 % zu Buche.

Die schwache Industrieproduktion ist das Ergebnis des ebenso schwachen Auftragseingangs. Ohne einen entsprechend hohen Auftragseingang kann es auch keinen kräftigen Zuwachs bei der Industrieproduktion geben. Da nun auch der Auftragseingang im Juli mit einem negativen Vorzeichen versehen war, hält die Schwächephase der Industrieproduktion wohl auch in den kommenden Monaten an. Wie das Wirtschaftsministerium aber einräumte, steht der schwache Auftragseingang unter anderem auch in Zusammenhang mit dem WLTP-Testverfahren in der Automobilindustrie. Das heisst jedoch im Umkehrschluss: Stehen erst einmal die Zulassungen, könnte es möglicherweise zu einem kräftigen Nachholeffekt kommen. Dies gilt nicht nur für die Auftragseingänge, sondern dann auch für die Industrieproduktion.

Fakt ist, dass die schwache Industrieproduktion im Juli kein guter Vorbote für den BIP-Zuwachs im dritten Quartal ist. Dies gilt auch für die ebenfalls veröffentlichten Handelsbilanzdaten. Die Exporte geben im Juli gegenüber dem Vormonat nach, während die Importe kräftig zulegen. Die starken Importe könnten zumindest eine Indikation für ein starkes Investitionswachstum sein. Die Handelsbilanzdaten können von der deutschen Bundesregierung jedenfalls zur Vermarktung in Washington benutzt werden: Die Importe legen zu und die Exporte geben nach - mit einem schönen Gruss an Donald Trump.

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