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Spotanalyse

Deutschland: ifo-Geschäftsklimaindex

Lesedauer: 1 Min
Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer fällt im Juli marginal von 101.8 auf 101.7.

Der ifo-Geschäftsklimaindex zeigt sich im Juli nahezu unverändert. Das ist eine erbauliche Nachricht. Die deutsche Wirtschaft läuft weiterhin rund, wenngleich an die Wachstumsvorgaben des Vorjahres nicht mehr angeknüpft werden kann. Die weiteren Geschäftsaussichten werden im Vergleich zum Vormonat hingegen erneut etwas schlechter eingeschätzt. Hier dürfte sich die aktuelle Zolldebatte bemerkbar machen. Die Handelsstreitigkeiten machen das Leben im Unternehmenssektor schwerer.

Der ifo-Index legt noch immer ein solides Wachstum der deutschen Wirtschaft nahe. Es sollte bedacht werden, dass das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer im Jahr 2017 auf Höchstständen notierte - ohne dass rekordhohe Wachstumsraten verbucht wurden. Aus diesem Blickwinkel kehrt das Konjunkturbarometer auf den Boden der Tatsachen zurück.

Mit Blick auf die harten Fakten gilt: Für die deutsche Wirtschaft gab es zuletzt eine Reihe von positiven Nachrichten. Die Auftragseingänge verzeichneten im Mai ein erfreuliches Plus gegenüber dem Vormonat und auch die Industrieproduktion lag über den Erwartungen. Es ist deshalb noch nicht aller Tage Abend. Im zweiten Halbjahr dürften die BIP-Zuwachsraten wieder etwas zulegen. Die Folgen eines etwaigen sich weiter verschärfenden Handelskonfliktes würden ohnehin erst im kommenden Jahr zur vollen Geltung kommen. Wir wollen aber hoffen, dass Herr Juncker heute in Washington die erregten Gemüter etwas besänftigen kann.


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