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Spotanalyse

Deutschland: Auftragseingänge vermelden kräftigen Rückgang

Lesedauer: 1 Min
Auftragseingänge enttäuschen massiv. Im Juni steht ein Rückgang von 4% gegenüber dem Vormonat zu Buche.

Der Auftragseingang hätte ruhig besser ausfallen dürfen. Zum Hintergrund: Die Neubestellungen haben in den ersten vier Monaten des Jahres enttäuscht, der Mai hat dann schließlich positiv überrascht. Jetzt aber steht im Monatsvergleich erneut ein kräftiges Minus zu Buche. Selbst im Jahresvergleich ist nun ein Rückgang von 0.8% zu vermelden. Sämtliche Teilkomponenten zeigen sich schwach. Sowohl die Neubestellungen aus dem Inland, der Eurozone als auch aus dem übrigen Ausland verbuchen ein kräftiges Minus.

Besteht nun Grund zur Sorge? Indizien für einen spürbaren konjunkturellen Abschwung gibt es bislang keine. Möglicherweise sorgt aber die Furcht vor einem Handelskrieg bereits jetzt schon für eine gewisse Zurückhaltung bei den Neubestellungen. Die gute Nachricht ist zumindest, dass die deutschen Unternehmen nach wie vor neue Mitarbeiter einstellen. Konjunktursorgen sehen anders aus. Aber dennoch ist es so, dass die deutsche Industrie nicht auf die Drehzahlen des Vorjahres kommen wird. Damit wird aber auch das Gesamtjahreswachstum 2018 geringer ausfallen als im Vorjahr.

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Dr. Thomas Gitzel
Chief Economist, VP Bank Group

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