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Spotanalyse

Deutschland: Auftragseingänge starten mit einem Minus ins neue Jahr

Lesedauer: 2 Min
Die Auftragseingänge gehen im Januar um 3.9 % gegenüber dem Vormonat zurück

Der Auftragseingang startet mit einem kräftigen Minus ins neue Jahr. In Anbetracht des starken Zuwachses im Dezember war von einem schwächeren Januar auszugehen, dass es allerdings so deutlich ausfällt, überrascht dann aber doch. Das Minus ist breit basiert. Sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland trafen weniger Neubestellungen ein.

Der Rückgang der Neubestellungen sollte nicht als böses Omen für das Jahr 2018 verstanden werden. Auch wenn im Monatsvergleich ein Minus zu verbuchen ist, kann im Jahresvergleich ein ordentliches Plus von 8.2 % vermeldet werden. Auch der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) jubilierte in dieser Woche bereits mit einem starken Jahresauftakt der Neubestellungen. Die konjunkturelle Belebung in den schuldengeplagten Ländern des Währungsraumes sollte im laufenden Jahr zu einer zentralen Triebfeder der exportstarken deutschen Industrie werden. Auch der an Breite gewinnende wirtschaftliche Aufschwung in den Schwellenländern hilft den Schlüsselindustrien der deutsche Wirtschaft. So vermeldet der VDMA etwa einen erfreulich hohen Zuwachs der Maschinenausfuhren nach Russland und Mexiko.

Ein Damoklesschwert bleibt derweil die an Schärfe gewinnende Diskussion um mögliche US-Strafzölle für Stahl und Aluminium. Auch wenn das Risiko eines eskalierenden Handelskrieges gering sein dürfte, verunsichert alleine die Diskussion darüber. Die Gefahr ist, dass die Streitigkeiten auf die Investitionslaune der Unternehmen drücken und damit die derzeit gewonnene Wachstumsdynamik bremst. Noch ist dies allerdings ein Risikoszenario. Wir wollen hoffen, dass es sich nicht materialisiert.


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