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Spotanalyse

Arbeitsmarktbericht für den September

Lesedauer: 2 Min
Arbeitsmarktbericht für den September – wetterbedingte Störungen

Ausserhalb des Landwirtschaftssektors wurden im September 134‘000 neue Stellen geschaffen. Die Arbeitslosenquote fällt von 3.9 % auf 3.7 %.

Der Arbeitsmarktbericht bleibt hinter den Erwartungen zurück. Es scheint so, dass der Hurrikan Florence Bremsspuren beim Arbeitsplatzaufbau im September hinterlassen hat. In Anbetracht des am Mittwoch veröffentlichten ADP-Arbeitsmarktberichts war mit einem nachgebenden Zahlenwerk jedoch nicht zu rechnen. Insofern fällt das Datenmaterial überraschend schwach aus. Allerdings dürften schon im kommenden Monat Nachholeffekte auf dem Programm stehen. Vorerst wird den US-Unternehmen die Puste bei Neueinstellungen nicht auszugehen.

Eigentlich müssten nun die Löhne deutlicher reagieren. Im September fällt nun aber sogar der Zuwachs bei den durchschnittlichen Stundenlöhnen von 2.9 % auf 2.8 %. Bevor die Löhne deutlicher zulegen, muss wohl zunächst das gesamte Potenzial des Arbeitsmarktes ausgeschöpft sein. Noch immer liegt die Zahl der unfreiwillig Teilzeitbeschäftigten über dem Vorkrisenniveau.

Für die US-Notenbank bietet der US-Arbeitsmarktbericht lediglich einen begrenzten Neugewinn an Informationen, da wetterbedingte Verzerrungen am Werk waren. Die Fed rechnet mit einem weiterhin robusten Arbeitsmarkt und einem begrenztem Inflationsdruck und wird im Dezember das nächste Mal an der Zinsschraube drehen. Sollte es auch im kommenden Jahr am Arbeitsmarkt robust weitergehen, muss die US-Notenbank ihre Zurückhaltung wohl langsam, aber sicher aufgeben.


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