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Spotanalyse

Schweiz: SNB bleibt auf Kurs

Lesedauer: 2 Min
SNB bleibt ihrem Kurs treu

Die SNB behält zum Jahresende ihren Kurs bei. Alles andere wäre eine grosse Überraschung gewesen. Eine vorweihnachtliche Bescherung für die Sparer bleibt aus. Schuldner können sich derweil weiterhin über das niedrige Zinsniveau freuen.

Zwar sei die Überbewertung des Franken weiter abgebaut worden, doch die Währung sei immer noch teuer. Die Nationalbank behält sich deshalb bei Bedarf Devisenmarktinterventionen vor. Die bedingte Inflationsprognose wurde für das laufende als auch für das kommende Jahr nach oben genommen, doch die absoluten Werte bleiben verhältnismässig niedrig. Damit sind wir beim zentralen Punkt: Ein spürbarer Inflationsanstieg ist nicht in Aussicht. Die SNB kann deshalb getrost an ihrer Zinspolitik festhalten. Darüber hinaus gilt: Auch im kommenden Jahr werden die eidgenössischen Währungshüter weiterhin einen genauen Blick nach Frankfurt werfen. Je schneller die EZB ihre ultra-expansive Geldpolitik beendet, desto mehr Freiheitsgrade gewinnt die SNB zurück. Da aber die EZB nicht vor dem Jahr 2019 an der Zinsschraube drehen wird, sollte auch von der SNB im kommenden Jahr nicht allzu viel erwartet werden – selbst im Falle eines schnelleren Inflationsanstieges. Mit einer Zinserhöhung der SNB ist erst im Jahr 2019 zu rechnen. Und hierbei gilt: Alles unter der Massgabe, dass es nicht zu einem unerwarteten Konjunktureinbruch kommt und die Finanzmärkte ruhig bleiben. Jegliches Störfeuer, sei es von Seite der Konjunktur oder von Seite der Finanzmärkte, rückt eine Zinserhöhung weiter in die Zukunft.


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