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Spotanalyse

Schweiz: BIP für das 3. Quartal

Lesedauer: 2 Min
Das eidgenössische BIP legt im 3. Quartal um 0.6 % zu (Q-Q).

Endlich, das Schweizer Wachstum kommt langsam in Fahrt. Die heute veröffentlichte starke Wachstumsrate war gewissermassen überfällig. Der eidgenössische Einkaufsmanagerindex weist eine der höchsten Notierungen weltweit aus, dahinter blieben die Wachstumsraten deutlich zurück. Nun schliesst sich die Lücke etwas. Die Wachstumsdetails folgen dem global feststellbaren Trend: Die Investitionen übernehmen eine zunehmend wichtige Rolle. Das ist eine überaus gute Nachricht, denn es kann sich dadurch ein selbsttragender Aufschwung entwickeln. Fragen Unternehmen bei anderen Unternehmen mehr Produkte nach, steigt dadurch zum einem die Beschäftigung, zum anderen nimmt der Anreiz für Erweiterungsinvestitionen zu. Die Effekte verstärken sich also gegenseitig, was die wirtschaftliche Erholung festigt. Die eidgenössische Volkswirtschaft profitiert aber auch massgeblich von der Erholung der angrenzenden Eurozone. Ersichtlich ist dies am erfreulichen Exportwachstum und dem positiven Wachstumsbeitrag des Ausssenhandels.

Für die SNB sind die heutigen Wachstumszahlen eine vorweihnachtliche Bescherung. Der Franken lastet nicht mehr auf der eidgenössischen Volkswirtschaft. Allerdings sollten daraus keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Eine Zinsanhebung liegt noch in weiter Ferne. Für eine geldpolitische Straffung ist die Inflationsrate noch zu tief. Darüber hinaus muss die SNB bei ihrer Geldpolitik Rücksicht auf die Vorgaben der EZB nehmen, wenn nicht eine neuerliche deutliche Frankenstärke provoziert werden soll.


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