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Spotanalyse

ifo-Index mit leichten Abschlägen im September

Lesedauer: 1 Min
Der ifo-Geschäftsklimaindex fällt im September von 115.9 auf 115.2

Auch wenn das Konjunkturbarometer im September leicht nachgibt, Grund zur Sorge besteht nicht. Im historischen Vergleich bleibt der ifo-Index auf hohem Niveau und signalisiert ein kräftiges Wachstum. Trotz des leichten Rückgangs gilt deshalb: Die Münchner Konjunkturforscher skizzieren noch immer passend zur ausgelassenen Stimmung auf dem Oktoberfest ein weiss-blaues Konjunkturbild.

Der Rückgang signalisiert zumindest, dass der kräftigste BIP-Zuwachs wohl hinter uns liegt – ohne dass dabei das Wachstum schwach ausfällt. Möglicherweise werden die Zuwachsraten beim privaten Konsum etwas kleiner. Der Aufschwung wird aber wohl dennoch an Breite gewinnen. Der anziehende Welthandel färbt positiv auf die deutsche Exportwirtschaft ab. Die gut laufende Konjunktur und die niedrigen Zinsen machen den Unternehmen nun auch Investitionen schmackhaft.

Da sich der ifo-Index zuletzt selbst gegenüber dem Dieselskandal weitgehend unbeeindruckt zeigte, dürfte der überraschende Ausgang der Bundestagswahl ebenfalls an den Unternehmen abprallen. Dass in Anbetracht der schwierigen Regierungsbildung und der unklaren politischen Agenda das Konjunkturbarometer im kommenden Monat mit deutlichen Abschlägen reagiert, ist nicht zu erwarten.


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