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Spotanalyse

Eurozone: Inflationsrate liegt über den Erwartungen

Lesedauer: 2 Min
Die Inflationsrate legt in der Eurozone stärker zu als erwartet worden war.
Heizöl, Benzin und Lebensmittel gehören zu den Preistreibern. Wer nun aber glaubt, dass die höhere Inflationsrate einen Einfluss auf die EZB-Sitzung in der kommenden Woche haben wird, dürfte auf dem falschen Fuß erwischt werden.
Die aktuelle Inflationszahl ist ein Blick in den Rückspiegel. Die EZB richtete ihre zukünftige Geldpolitik auf Basis der von den EZB-Volkswirten berechnete Prognosen aus. Die Euro-Aufwertungen dämpfen aber den Inflationsausblick. Mario Draghi ist also in einer schwierigen Zwickmühle. Einerseits möchte er die monatlichen Anleihekäufe reduzieren, andererseits wird die Inflationsprognose unter Umständen gesenkt. Es wird also in der kommenden Woche vermutlich noch nicht allzu viel zur Geldpolitik 2018 verraten.
Auch die immer noch schleppende Entwicklung der Kerninflationsrate macht eine Straffung der Geldpolitik schwierig. Die Kerninflationsrate verharrt im August auf dem Vormonatswert von 1.2%. Von einem übergeordneten Preisauftrieb kann jedenfalls keine Rede sein.