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21.05.2012


Schweiz: Konsumentenstimmung verbessert sich stärker als erwartet


Die Schweizer Konsumenten zeigen sich wieder optimistischer. Der Index der Konsumentenstimmung klettert im April über den Durchschnittswert der vergangenen fünf Jahre. Die erneute Verschärfung der Situation in der Eurozone scheint die Konsumenten bislang nicht allzu stark zu verunsichern. Dies obwohl die Risiken für die Schweizer Wirtschaft ebenfalls erhöht sind. Die negative Inflationsrate sorgt jedoch für eine Stärkung der Kaufkraft, weshalb der private Konsum zuletzt deutlich positiv zum Wachstum beigetragen hat.





18.05.2012


China: Immobilienpreise geben auch im April auf breiter Front nach


Die Preise neu erstellter Häuser geben weiterhin auf breiter Front nach. Im Jahresvergleich verzeichneten im April 46 von 70 Städten einen Preisrückgang. Im Monat zuvor waren es lediglich 37 Städte. Selbst Peking oder Shanghai müssen nun stärkere Preiskorrekturen hinnehmen. In Peking lag der Preisrückgang gegenüber dem Vorjahr bei 1%, in Shanghai bei 1.3%. In Anbetracht der Tatsache, dass die projektierten Immobilienprojekte die Zahl der tatsächlichen Verkäufe bei weitem übersteigt, ist mit weiteren Preisabschlägen in den kommenden Monaten zu rechnen.

Das Zahlenwerk ist isoliert betrachtet aber letztlich eine gesunde Korrektur eines überhitzten Immobilienmarktes. Im Kontext einer schwächeren Weltkonjunktur, einer sich verschärfenden Krise in der Eurozone und zunehmender makroökonomischer Risiken in den südamerikanischen Schwellenländern giesst das heute vorgelegte Zahlenwerk jedoch zusätzliches Öl ins Feuer.





16.05.2012


ZEW fällt leicht zurück – dunkle Wolken im Anzug?


Wie befürchtet hat sich die Situation in der Eurozone erneut verschärft. Der Wahlausgang in Griechenland hat die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Athens aus der Eurozone und die Verunsicherung der Marktakteure deutlich erhöht. Ein Austritt Griechenlands dürfte von hohen Ansteckungsrisiken für andere Peripheriestaaten begleitet werden. Obwohl die realwirtschaftlichen Folgen begrenzt sein dürften, bleibt die Gefahr negativer Wachstumseffekte durch verunsicherte Wirtschaftsakteure.

Dank einer soliden Binnennachfrage konnte sich die Schweiz bislang erfolgreich gegen die widrigen Umstände inmitten der Eurozone behaupten. Das schwache Wachstum in der Eurozone wird aber die Schweizer Wirtschaft zunehmend belasten. Erfreulich ist die positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland, dem wichtigsten Handelspartner der Schweiz. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland nahm im ersten Quartal überraschend deutlich um 0.5% zu, was ein erneutes Abgleiten der Eurozone in eine Rezession gerade noch verhinderte.





15.05.2012


Die deutsche Wirtschaft entgeht einer erneuten Rezession


Die Zunahme der Wirtschaftsleistung um 0.5% beendet vorerst die Diskussionen um eine mögliche Rezession in Deutschland. Ob die Talsohle damit bereits durchschritten ist, bleibt fraglich. Zwar präsentierten sich die Vorlaufindikatoren zuletzt uneinheitlich. ZEW und Ifo zeichnen aus unserer Sicht ein etwas zu optimistisches Bild. Der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes prognostiziert der deutschen Wirtschaft eine erneute Verschlechterung der Wirtschaftslage in den kommenden Monaten.

Die Situation in der Eurozone bleibt weiter angespannt und birgt ausreichend Potenzial auch das Wachstum in Deutschland in Mitleidenschaft zu ziehen. Die politische Uneinigkeit in Griechenland erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Austritts aus dem Währungsraum, mitsamt den kaum abschätzbaren Ansteckungsgefahren für andere Staaten. Die Spanier sehen sich zunehmend mit einer Immobilienkrise konfrontiert, welche die Banken aufgrund einer steigenden Anzahl nicht mehr bedienter Kredite in den Abgrund zu reissen droht.

Trotz guter Handelsbeziehungen auch ausserhalb Europas dürfte die Bedeutung der Binnennachfrage in den kommenden Quartalen deutlich zunehmen. Trotz einer soliden Konsumentenstimmung zeichnen die Einzelhandelsumsätze bislang jedoch ein Bild der Zurückhaltung. Es bleibt zu hoffen, dass die sich abzeichnenden Lohnsteigerungen die private Nachfrage stimulieren werden und nicht zu einer weiteren Erhöhung der Sparquote führen.




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